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Qantas 787-9: Solides Upgrade der Premium Eco

SYDNEY - Qantas plant mit der Boeing 787-9 sehr lange Touren. In der Premium Economy werden die Sitze sicher immer gut gebucht sein und Airlinechef Alan Joyce versprach im Oktober nicht weniger als eine "Produktrevolution" zwischen Business und Economy. Jetzt hat Qantas den neuen Sitz vorgestellt.

"Die Qantas Dreamliner werden einige der längsten Routen der Welt fliegen, unter anderem eine Linie von Perth nach London", sagte Joyce am Donnerstag in Sydney. Qantas erhalte die ersten 787-9 im Oktober.

In der langen 787-9 verteilt Qantas gerade einmal 236 Sitze auf eine Business Class, eine Premium Economy und eine reguläre Economy Class. Zum Vergleich: LATAM bringt bis zu 313 Passagiere in der 787-9 unter, Air Canada immerhin noch 298.

Qantas Boeing 787-9 Premium Economy (© Qantas)
Qantas Boeing 787-9 Premium Economy (© Qantas)
Fotoserie: Qantas Boeing 787-9 Premium Economy

Etwa jeder dritte Sitz entfällt auf Business und Premium Economy. Die aus dem neuen A330-Produkt bekannte Qantas "Business Suite" umfasst an Bord der 787-9 42 Sitze in 1-2-1-Anordnung, dahinter folgen 28 2-3-2 gereihte Premium-Economy-Sitze und 166 Economy-Sitze in Neunerreihen.

In Sachen Premium Economy kann Qantas auf langjährige Produkterfahrung zurückgreifen - seit der A380-Einführung 2008 bietet die Airline den Hybrid aus regulärem Economy- und Business-Class-Produkt schon auf der Langstrecke an.

Sitzabstand ist nur Mittelmaß

Der mit Spannung erwartete neue Premium-Economy-Hartschalensitz fällt laut Qantas zehn Prozent breiter aus als das bisherige Modell. Ansonsten ist das Produkt eher Evolution als Revolution. Mehr Stauraum und 13,3 Zoll große HD-Bildschirme sind neu, 38 Zoll Sitzabstand nur guter Klassendurchschnitt.

Lufthansa und British Airways bieten gleich viel Beinfreiheit in der Premium Economy, bei den unmittelbaren Konkurrenten Air New Zealand und Virgin Australia sitzt es sich mit 42 Zoll und 41 Zoll Sitzabstand luftiger - und genau darum geht es in der Premium Economy schließlich.

In der regulären Eco erwarten die Passagiere ebenfalls ein neuer Sitz, 2,5 Zentimeter mehr Beinfreiheit als in der A380 und das aus dem Superjumbo bekannte "Footnet" - ein Netz, das beim Schlafen als "Fußhalter" funktioniert. Auf allen Plätzen wird es Ladebuchsen für Smartphones und Tablets geben.

Qantas Boeing 787-9 Economy Class
Qantas Boeing 787-9 Economy Class, © Qantas

Joyce will mit der 787-9 nonstop von Melbourne nach Dallas, von Sydney nach Chicago und 2018 eben auch von Perth nach London fliegen. Die australische Fluggesellschaft hat acht 787-9 verbindlich bestellt und kann ihren Auftrag über Kaufrechte und Optionen noch um bis zu 45 Flugzeuge erweitern.
© PaxEx.de | Abb.: Qantas | 23.02.2017 15:18

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Beitrag vom 24.02.2017 - 08:41 Uhr
Auf den Photos ist die Beinfreiheit in der PE aber nicht üppig. Und scheinbar rutscht der Sitz beim Kippen auch noch nach vorne. Da werden sicher so einige in Platznot mit den Beinen geraten.
Beitrag vom 24.02.2017 - 02:36 Uhr
PER muss nachlegen im Punkto Konnektivität.
Wie sich das Nachtleben dort gestaltet ist zu diesem Zeitpunkt eher sekundär. :-)
Beitrag vom 24.02.2017 - 02:32 Uhr
Perth ist mit 1,6 Mio Einwohner immerhin auf Platz 4 in Australien.
Mit sinnvolle Anschlussflüge zu kleineren Destinationen kann das schon noch werden...
Für MEL und SYD tatsächlich nur eine Verbindungsmöglichkeit mehr.
Der Airport PER muss in der Tat dringend Nachleben...


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