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Thales setzt für die Eco der 2020er auf schiere Größe

HAMBURG - Die Economy ist überreif für Innovationen. Thales brachte auf der Aircraft Interiors Expo in Hamburg eine Alternative zu gehypten Tablet- und VR-IFE-Lösungen ins Spiel: ein wirklich großes Display im Porträtformat, das sich von den klassischen 16:9-Schirmen aktueller IFE-Systeme absetzt.

Mehr geht einfach nicht, schon gar nicht in der Lehne eines Economy-Sitzes: 17,2 Zoll Höhe und 12,1 Zoll Breite ergeben 21,3 Zoll Bilddiagonale. Das ist eine Ansage. Zum Vergleich: Der bisher größte IFE-Schirm von Thales misst 13 Zoll und ist damit alles andere als klein.

Thales Digital Sky
Thales Digital Sky, © Thales

"Digital Sky" nennt Thales sein mit mehr als 3 Millionen Pixel auflösendes Display. Das Konzept werde das Reiseerlebnis "in der Economy und Premium Economy Class" revolutionieren, erklärt der Hersteller.

Der Touchscreen orientiert sich an den Proportionen eines Smartphones. Das erlaubt es, im Flug einen Film zu gucken und zeitgleich durch Apps oder das Internet zu surfen.

"In der Economy wird sich etwas tun", sagte uns Blake Emery am Rande der AIX. Er muss es wissen - Emery ist bei Boeing für Produktdifferenzierung in der Kabine zuständig und erwartet in den nächsten Jahren nicht weniger als eine "Economy Revolution", nachdem Airlines zuletzt bevorzugt ihre Premium-Kabinen aufwerteten.

In drei Jahren soll der überdimensionierte Thales-Screen serienreif sein. Bis dahin wird das französische Unternehmen viel Marktforschung betreiben.

Der große Bildschirm könnte manchen Eco-Reisenden für knapp bemessene Beinfreiheit entschädigen, aber die entscheidende Frage ist, ob die Passagiergeneration der 2020er Jahre schierer Größe den Vorzug gegenüber PED- oder gar VR-Systemen geben wird.
© PaxEx.de | Abb.: Thales | 21.04.2016 11:40


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